Raimo Michaelsen 2001
Aktualisierung der Links 2007
"Se teno no horreo millo, podo ter na casa fillo."
Wenn du Mais im horreo hast,
dann darfst du Kinder im Haus haben.
Spanisches Sprichwort.
Sippen, Fahrtengruppen, die nicht in erster Linie körperliche Extrembelastungen fordern. Galicia ist das grüne Spanien, im Nordwesten des Landes ("über" Portugal) gelegen. Es gibt eine abwechslungsreiche Küste mit Klippen und Rias (unter dem Meeresspiegel getauchte Flusstäler). Die Landschaft ähnelt der in England, Irland und der Bretagne. Die Küste steigt verhältnismäßig steil zum weitflächigen Hochland (durchschnittliche Höhe 500m – 1 000m) aus Schiefer und Granit an. Typisch für Galicia sind horreos, aufgeständerte Vorratsspeicher für Mais und Weizen aber auch für Speck und Fleisch. Sie sehen aus wie kleine Häuschen, die auf vier Pfosten oder Steinsäulen hoch über dem Boden schweben und so für Mäuse und andere Tiere unerreichbar sind. Die durch die Spalten und Löcher der Holz- oder Steinwände zirkulierende Luft schützt Getreide und Lebensmittel vor Feuchtigkeit.
Am günstigsten mit dem Bus über Frankreich oder den Zug (meistens über Paris und dann Hendaye / Irun). Die Reise dauert ca. 27 bis 30 h. Notwendig ist außer in Paris ein Umsteigen am Grenzübergang von Frankreich nach Spanien, da die spanischen Bahnen eine andere Spurweite haben als die "normaleuropäischen". Ganz wenige (teure) Züge könne durchfahren. Zugverbindungen und Preise von der Fahrplanauskunft der Deutschen Bahn AG.
In Galicia gibt es nur wenige Eisenbahnlinien, dafür wie überall in Spanien gute Busverbindungen. Das Fahren mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist ziemlich preisgünstig. In den Städten gibt es Busstationen, die häufig in Häuserblöcken versteckt sind oder ganz und gar unterirdisch angelegt sind.
Karten kauft man am besten vor Ort. Die Küste bietet wunderschöne Wandermöglichkeiten und das Hochland mit seinem Weinanbau lädt auch zum Erkunden ein. Es gibt viele Wirtschaftswege, die ziemlich unbenutzt durch die Landschaft führen. Lediglich an der Küste kann sich etwas Tourismus breit machen, den man aber aufgrund seiner Seltenheit gut umgehen kann.
Überall gibt es versteckte Quellen, denen man gar nicht immer zutraut, auch Trinkwasser zu führen. Am besten man fragt im Dorf nach Trinkwasser, Hilfe ist dann gewiss. Allerdings sollte man Wert darauf legen, dass man Trinkwasser und nicht nur "normales Wasser" bekommt.
Feuermachen ist im Sommer nicht unbedingt ratsam, wird aber an Wegen häufig toleriert. An der Küste mangelt es manchmal an Holz, so dass ein Kocher als "Reserve" zumindest überdenkenswert ist.
Zelten ist nicht erlaubt und man sollte sich beim wilden Zelten nicht erwischen lassen, aber das ist ein bekanntes Phänomen fast überall in Europa. Das Land ist nicht sehr dicht besiedelt, daher findet sich immer eine Möglichkeit zu übernachten. Jedoch sollte man darauf verzichten, sich auf dem Campus der Universidad de Santiago de Compostela auf einer schönen Rasenfläche hinter einem Institut niederzulassen, weil man dann nachts um drei von resoluten Nachtwächtern aufgescheucht wird. Erholsamer dagegen ist eine Nacht in den Klippen am Fuße des bekannten Leuchtturms von La Coruña.
In kleineren Orten gibt es Möglichkeiten, Lebensmittel einzukaufen. Man sollte aber auf die Siesta achten, die mittags von 12 bis 4 konsequent eingehalten wird, am besten passt man sich dem Tagesrhythmus der Gallegos an. Besonders zu empfehlen ist der frische Käse und vor allen Dingen der frische Fisch. Galicia ist bekannt für seine Meeresfrüchte!
Beste Reisezeit sind Frühling (Mitte März bis Ende Mai) und Herbst (September bis Ende Oktober), weil Galicia zu diesen Zeiten nicht überlaufen ist und die Natur Außerordentliches bietet. Das Wetter ist warm, wir befinden uns schließlich in Südeuropa, aber bisweilen auch feucht. Zwei Seiten Galicias umgibt der Atlantik. Nicht grundlos ist Galicia der grünste Flecken Spaniens.
Die Sprache dort ist Spanisch und Gallego. Gallego ist ähnlich dem Portugiesischen (aber viel älter). Es ist weicher und melodischer als das Spanisch. Englisch versteht kaum jemand von der Landbevölkerung. Manche allerdings haben früher einmal in Deutschland gearbeitet und präsentieren stolz ihre mal mehr und mal weniger guten Sprachkenntnisse. Ein paar Brocken Spanisch wecken häufig die Hilfsbereitschaft der Bevölkerung, das eine oder andere Wort Gallego ist auch sehr hilfreich.
Fahrkarten für Busse und Bahnen sind ziemlich günstig, auch Lebensmittel sind, sofern man sie nicht in großen Städten oder Tourismusorten kauft, nicht teuer. Elektrogeräte und ähnliches würde ich nicht in Spanien kaufen wollen, aber derartige Anschaffung hat man auf Fahrt bekanntlich auch nicht vor.
Der Name Natrix natrix und ein Bild einer grimmig dreinschauenden Schlange auf einem Schild in einem Naturschutzgebiet ruft beim Laien eine gewisse Verunsicherung hervor. Es handelt sich aber nur um eine Ringelnatter. Weitere Mitglieder der Fauna sind u.a. Gämsen, Wildkatzen, Geier und Adler.
Besonders empfehlenswert ist der Camino de Santiago (Jakobsweg), einer der bekanntesten Pilgerpfade in Europa. Santiago de Compostela, die Hauptstadt Galicias hatte sich nach Rom und Jerusalem zum dritthäufigst besuchten Pilgerort der christlichen Gemeinschaft entwickelt. Die vielen Routen, die der Jakobsweg innerhalb Europas besitzt, bündeln sich in Nordspanien und enden in Santiago de Compostela. Viele Menschen wandern auch heute noch auf diesem Pfad, dessen spanischen Abschnitt man innerhalb von vier Wochen erwandern kann. Ausführliche Beschreibungen würden hier jetzt aber den Rahmen sprengen.
Bei Galicia online finde ihr umfangreiche Hilfen und Hintergrundinformationen in Linksammlungen:
- Übersichtskarten
- Infos zur Geschichte
- Infos zur Kultur
- Infos zur Natur
- Infos zu einzelnen Städten und Routen (Camino de Santiago!!)
- Links zur Bahn (RENFE) oder zu Fluggesellschaften und Hotels
- Infos über Strände
und viele Fotos...
Einziges Problem: die Seiten sind auf spanisch
Noch Fragen? Kontakt zum Autor:
Raimo Michaelsen (raimo.michaelsen*at*gmx.de)
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Hinweis
Die Fotos diese Steckbriefs stammen von Helmar Schröder und Hans-Jörg Reinicke.
Küstenabschnitt
Blick auf den Atlantik
Frisch gepflückt
horreo (Vorratsspeicher)
Wanderrouten für Galizien
-keine Wanderrouten vorhanden-
Reiseberichte für Galizien
-keine Reiseberichte vorhanden-
Literaturtipps für Galizien
-keine Literaturtipps vorhanden-
Fahrtenziele in Spanien
Galizien
Teneriffa
Mallorca