Edeltraud Blank 2006
Teilnehmerinnen
Walburga, Edeltraud, Waltraud, Sylvia und Brigitte (nach Alter sortiert)
Nachdem uns die Großfamilie Weigand mit Sekt verabschiedet, wir alle die Schwere unserer Rucksäcke überprüft haben, die Stöcke Flug-tauglich verpackt sind, starten wir um 12.30 h zur Fahrt nach Hahn. Von Parkplatz P3! gehen wir konzentriert – damit wir den Weg nach unserer 10-tägigen Tour auch wiederfinden, denn Christel ist nicht dabei – zum Einschecken und Wiegen etc. – Sylvia hat wieder souverän den leichtesten Rucksack, gefolgt von Waltraud, Edeltraud – weit abgeschlagen Brigitte und Walburga. Das wird ab nächstes Jahr garantiert besser!!?? Von 6,9 bis 9,5 kg war alles vertreten.
Um 15.55 Uhr starten wir nach Pisa und kommen bei Regen um 17.10 Uhr an.
Das entmutigt uns aber gar nicht, denn morgen geht’s erst richtig los und ab diesem Zeitpunkt ist erst das gute Wetter bestellt.
Wir kennen uns ja nun schon vom letzten Jahr am Flughafen Pisa aus und wissen, dass man von dort aus direkt zur Stazione City kommt.
Außerdem werden wir am Flughafen von Waltraud’s Schwägerin herzlich mit Mon cheri empfangen und an den Zug begleitet.
Die Fahrt mit dem IC nach Genua kostet 14,--€ pro Person, spottbillig, so meinen wir. Anfangs haben wir noch gute Sicht auf die Berge der Toskana. Bei Dunkelheit und strömendem Regen treffen wir in Genua ein, aber keine Sorge, unser Hotel liegt ja direkt am Bahnhof – so meinten wir – aber es gibt 2 Bahnhöfe in Genua und das Hotel Astoria *** 49,-- Euro im DZ liegt natürlich nicht an diesem Bahnhof! Aber die Italiener sind ja alle so gastfreundlich und deshalb liefert uns auch der Busfahrer gut und kostenlos am Hotel ab.
Der strömende Regen lässt uns das gute Essen und den Wein im Ristorante Rustico nicht vermiesen. Die Stimmung ist bestens, die Erwartung auf das vor uns liegende ist groß und die Spaghetti bestens. Die Zimmereinteilung war schon vereinbart, 3er Brigitte, Silvia und unser Neuling Waltraud, 2er-Belegung mit Walburga und mir. Um 23 Uhr fallen wir müde in unsere Betten.
Um 7 Uhr öffne ich den Laden, 11 Grad, stark bewölkt – aber keine Sorge – das wird besser.
8 Uhr Frühstück – nach dem obligatorischen Gruppenbild fahren wir um 8.45 h mit dem Bus Linie 17 (1,-- €/Person) nach Nervi, dem Ausgangsort unserer Wanderung.
Mit unserem Wanderführer Christoph Hennig – übrigens Super! – immer in der Hand starten wir. Aber wir finden auch gleich eine Begleitung, die uns zum Bahnhof bringt, wo unsere Tour beginnt.
Entlang der Uferpromenade in westlicher Richtung – so schreibt er – aber wo ist denn überhaupt Westen, die Sonne fehlt, Kompass fehlt – keine Ahnung wo das ist! Waltraud meint meerwärts, aber das konnte ja schlecht sein – Wir marschieren einfach die wunderschöne Uferpromenade entlang – natürlich in östlicher Richtung – aber der Umweg hat sich wirklich gelohnt!!!
Um 11 Uhr sind wir endlich auf dem richtigen Wege zum Kirchlein San Rocco di Nervi – sehr steil und sehr schwül geht’s steil bergauf – die Sicht ist herrlich, trocken, aber stark bewölkt – das wird garantiert noch besser so sagen wir uns und tatsächlich, je länger wir laufen um so mehr klart es auf.
Christoph Hennig empfiehlt unbedingt in der Trattoria Cornua einzukehren, wo wir gegen 14.45 h eintreffen. Der Wirt erklärt uns, Essenszeit ist vorbei – es gibt nichts mehr. Ich bin der Meinung, wir setzen uns mal hin und trinken einen Cappuccino und tatsächlich kommt der Wirt mit Servietten und Besteck und bringt uns ein exzellentes Mal und besten Wein – sehr empfehlenswert, auch vom Preis her. Wir sind begeistert.
Um 16 Uhr geht’s weiter – immer wieder dunkle Wolken, aber gute Sicht, die Pfade sind aufgeweicht, hat es doch seit Wochen stark geregnet. Über viele Treppen laufen wir hinab nach Recco. Inzwischen ist es schon 19 Uhr geworden, aber Petrus hat es gut mit uns gemeint. 3 fahren mit dem Taxi, Brigitte und ich gehen in der Abendsonne!! zu Fuß aber ohne Rucksack! in das wunderschöne Örtchen Camogli, wo wir im **-Hotel Camogliese für 37,50 € übernachten. Unser Wanderführer hat uns ein gutes Hotel ausgewählt – wie auf dem ganzen Weg Super!!!
Nach sehr gutem Frühstück – das beste auf der ganzen Tour – marschieren wir um 8.45 h los – unser Ziel ist Rapallo.
Sofort finden wir den Weg nach S.Rocco, wieder viele Treppen, sonnig und schon sehr warm, wird bald das eine oder andere Kleidungsstück abgelegt. Die Aussicht auf Camogli von S.Rocco aus herrlich – wir besichtigen die Kirche und schmettern auch gleich ein Marienlied – nächstes Jahr kommt ein Liederbuch in den Rucksack, soviel Platz muß sein, denn die Texte lassen ab der 2. Strophe zu wünschen übrig!
Weiter geht’s über Pietre Strette - Baso - Olmi (immer mit Christoph Hennig unter dem Arm oder am Bauch) hinab nach dem mondänen Urlaubsörtchen Portofino – wunderschön – überlaufen – teuer (Cappuccino 3,--€ ob die sich vertan haben?) Weiter laufen wir an der Küste entlang nach S. Margherita, suchen den von Chr. Hennig wunderbar beschriebenen Gelati-Laden – das Wasser läuft uns schon im Munde zusammen, bis wir feststellen „closed“.
Fahrt mit dem Bus bis Rapallo – wo steigen wir denn aus – natürlich viel zu früh – die Damen können einfach nicht abwarten!!!
In der Albergo Bandoni finden wir Unterkunft, obwohl wir vom äußeren nicht so begeistert sind. Aber Brigitte und Waltraud – die für die Übernachtung ab sofort wegen Italienisch-Kenntnissen zuständig sind- finden’s ok und wir sind auch gleich begeistert von dem alten Kasten, der sicher mal sehr gute Zeiten erlebt hat. Wir zahlen 27,50€ - genießen den spendierten Prosecco auf unserem Balkönchen, sind begeistert von unserer neuen Mitwandererin Waltraud, wie die sich herausgeputzt hat (und das alles bei 6,9 kg im Rucksack!) und gehen Speisen bei Concetta wie von Chr. Hennig empfohlen (aber teuer und angebrannt und lange Wartezeit, da gehen wir nicht mehr hin!).
Zum Abschluss kehren wir bei Gelati und Averna ein, entdecken die Kühlschränke mit rotem und blauem Vorhang mit der Aufschrift „Kamasutra“ und sind natürlich neugierig, was sich dahinter verbirgt. Natürlich schieben wir den roten Vorhang zur Seite und sind ganz fasziniert von den Stellungstorten des Konditors, einfach toll. Nach viel Gelächter fallen wir nach langem Wandertag todmüde in unsere Betten und fragen uns immer noch, wer diese Torten wohl kauft und schade, dass wir nicht hinter den blauen Vorhang schauten, was da wohl dahinter war???
Bei strahlendem Sonnenschein fällt uns das Aufstehen gar nicht schwer und gehen um 8.15 h zum Frühstücken. Wir tafeln mit Silber und großen „Schinken“ an der Wand, grandioso!!
Ein bischen Aufregung herrscht heute schon, haben wir doch unser Flugticket in Hahn liegen lassen. Aber keine Sorge, wir haben doch im Hintergrund unseren Manager Norbert – kurzer Anruf in Dublin – und alles ist klar. Danke Norbert!
Was merken wir uns für’s nächste Jahr „Ticket wird kopiert und verteilt“ dann kann nichts schief gehen!
Um 9.30 h marschieren wir los, suchen den Bahnhof, von da geht’s 600 m steil bergauf jedoch auf schönem Fußweg Richtung Chiavari. Auf schmalem Pfad umgeht man den Monte Pozze, aber abwärts will keine der Damen gehen, deshalb wählen wir einen Weg aufwärts, was uns bald zum Verhängnis wird (ist das die Kamasutra-Strafe??!). Durch dorniges Gestrüpp und dann doch abwärts finden wir aber unseren Weg wieder und marschieren zur Wallfahrtskirche Montallegro – von hier ist die Aussicht auf Rapallo und Umgebung herrlichst. Kirche gut gepflegt, jedoch gar nichts los. So schmettern wir wieder bei bester Akustik Marienlieder, dass es uns und der anwesenden Italienerin ganz warm ums Herz wird. Sie bringt uns auch gleich die Legende in Deutsch dieses Wallfahrtsortes – so ergriffen war sie von unserem Gesang.
Am Ristorante unmittelbar hinter der Kirche genießen wir gegen 15 Uhr unseren Cappuccino und die Aussicht und stellen fest, dass es zum Wandern bis Chiavari schon viel zu spät ist. Deshalb beschließen wir kurzfristig bis zu dem Örtchen Semorile zu laufen und mit dem Bus bzw. Zug nach Chiavari zu kommen. Gesagt, getan, auf geht’s auf herrlichen Wegen mit weiten Blicken in die Meeresbuchten von Rapallo, Foagli und Chiavari. Wie immer haben wir Glück und der letzte Bus geht in Semorile ab, kurz nachdem wir angekommen sind. Aber das haben wir ja auch wirklich wieder verdient, nach dem langen Tag. Wir stellen fest, die Zeiten von Hennig sind sehr kurz bemessen, obwohl wir wirklich nicht langsam und gut zu Fuß sind – aber ein bischen genießen, schauen und reden muß einfach sein.
Um 19 Uhr erreichen wir unser Hotel Zia Piera** 35,--€ direkt am Strand von Chiavari. Wir erleben einen wunderbaren Abend in der Osteria Luchin in Chiavari – sehr empfehlenswert!!! bester Wein, tolles Essen,günstigste Preise. Auch der Ort Chiavari gefällt uns sehr gut. Ein gelungener Tag – ob der noch zu überbieten ist – schau’n mer mal!
Christoph Hennig empfiehlt uns, das Teilstück Chiavari bis Lavagna mit dem Zug zu fahren, da nicht lohnend – und wir vertrauen ihm nach allem bisher erlebten schon voll und ganz.
Also mit dem Zug – Gleis 2 oder doch Gleis 1 oder 1-2 wie oder wo – nach längerem stehen und mehreren Zügen, die halten und weiterfahren schnallen wir endlich, dass wir am falschen Gleis stehen. Im Zug erkläre ich dann, dass diese vertrödelte Zeit heute früh nun unser Ruhetag war und alle waren lachend einverstanden. Ganz konzentriert marschieren wir um 11 Uhr los über S. Gulia – schöne Kirche – Barassi nach S.Bernardo zu Mama Carla, wo wir um 15 h eintreffen. Nach obligatorischem Cappuccino blicken wir über die Autobahn nach Sestri Levanti (Bus fährt viel zu spät, also laufen angesagt) Auf bequemem Fußweg geht’s abwärts nach Sestri Levante durch die schöne Altstadt – bestes Gelati in der Fußgängerzone zur *Pension Jolante € 30,--. Trotz Umbau werden wir aufgenommen. Die Zimmer sind schön, aber eisig kalt und klamm.
Das Abendessen nehmen wir auf Empfehlung unseres Hausherrn, der sehr gut deutsch spricht, im Restaurante Lanterna ein. Riesenpizza 4,20 – 5,50 €, guter Wein, natürlich „alla Casa“ – da haben wir gute Erfahrung mit gemacht für 5,-- € pro Liter. Walburga bekommt hier endlich ihr wohlverdientes Bier.
Beim Essen stellen wir fest, dass uns die Tage bis Portovenere gar nicht ausreichen und so beschließen wir kurzerhand, 2 Touren fallen aus und wir treffen auch gleich die Wahl, welche Touren wir ausfallen lassen.
Wieder geht ein schöner Tag zu Ende und nachdem das „Kinderzimmer“ mosert, wird es im Elternzimmer still und bald schlafen wir alle ein.
Nach 2 Tassen gutem Cappuccino bei sonnigem Wetter und obligatorischem Gruppenbild nehmen wir Abschied vom „Jolante“, suchen mühevoll den Bahnhof – da ja auf Silvia niemand gehört hat – das nächste Mal setzt du dich besser durch!!! und fahren um 11.30 h endlich los. Im Zug erkläre ich die 2 ausgefallenen Touren als Ruhetage auf die Schnelle und kommen nach Bonassola – wollten wir hier übernachten??!!!
Nachdem sich keine der Damen gemeldet und nach Halt! geschrieen hat, marschieren Silvia und ich munter los – heute hat Silvia neidlos souverän die Führung übernommen – einfach Spitze!!
Die Aussicht ist wieder toll, trotz leichter Bewölkung ist es wieder sehr heiß. Auf einfachem aber wunderschönem Weg wandern wir nach Levanto – ausgesprochen Leevandoo! – bleiben wir hier bei den Schwestern? oder in der Jugendherberge? – das Glück- wie immer dabei – führt uns ins „La Loggia“.
€ 30,--/Nacht. Neue schön eingerichtete Zimmer und Bäder, 1 Balkönchen. Unsere Mittagsrast halten wir bei selbstgebrühtem Lavazza-Kaffee, ungesunden Fetten (das Unwort unserer Tour) auf diesem kleinen sonnigen Balkon des 3-Bett-Zimmers. Die Stimmung ist hervorragend.
Gegen 14 Uhr geht’s los ohne! Rucksäcke in die 5-terre Richtung Monterosso.
A und O und herrlich und schön, das sind die Worte auf diesem Weg nach Monterosso, dem 1. der 5-terre Dörfer. Am Semaforo können wir unser sagenhaftes Glück mit Wetter, Aussicht und gutem Gelingen der bisherigen Tour kaum fassen.
Beim Bummel durch die Altstadt trinken wir unseren Cappuccino für 1,40 € - das sind halt Preise! und machen Pläne für die nächsten Tage.
Für 13,--€ kaufen wir ein 3-Tages-Ticket für Zug/Bus/Schiff für die kommenden 3 Tage bevor wir den Heimweg nach Levanto antreten. Von Rucksack-Tragen ist ab sofort nicht mehr die Rede. Einmal ab bleibt ab lautet die Devise. Schade!
Abends im hauseigenen Ristaurante schmecken die Spaghetti-Meeresfrüchte, der Vino de la Case, das Tiramisu und der Ramazzotti hervorragend. 115,--€ für uns alle – das war’s uns wert. Mit viel Gelächter lassen wir diesen wiederum gelungenen Tag gegen 23 h ausklingen.
Gegen 6.30 h rattert die Lavazzo-Maschine durch das Haus. Wer da schon Kaffeedurst hat – wir haben doch Urlaub!
Nachdem auch das 3-er Zimmer endlich gesteilt fertig ist marschieren wir zum Frühstücken um die Ecke zur Schwitzerin, aber oh weh, Neppfrühstück für
6,40 € nichts auf dem Teller – mit uns nicht mehr. Um 8.45 h schlendern wir durch die schönen Gässchen der sauberen Altstadt bei Sonnenschein zum Bahnhof von Levanto.
Heute beginnen wir unsere eigentliche Cinque Terre Tour an der Ligurischen Küste – cinque Senoras in der Cinque Terre – kann das gut gehen? Schau’n mer mal.
Um 9.30 h marschieren wir ab Monterosso, dem ersten der 5-terre-Dörfer los. Sehr sonnig und heiß geht’s über viele Treppen und herrlicher Aussicht nach Vernazza. In Vernazza, für mich das schönste der 5 Dörfer, herrscht reger Betrieb in den Gassen. Hier würde ich gerne einmal wohnen, einfach schön.
Die Gehzeit hierher betrug ca. 2 Std., nach Aufenthalt am Meer, Seele baumeln lassen und Cappuccino machen wir uns auf den Weg nach Corniglia. Wieder auf zahlreichen Stufen – immer der Hitze ausgesetzt – kommen uns auch zahlreiche Menschen entgegen. Die Gehzeit nach Corniglia, dem 2. Dorf – auch sehr schön – betrug ca. 1 ½ Std. Viele Menschen sind hier unterwegs in den engen Gassen. Unsere Mittagsrast halten wir auf einer großen Treppe – mit der idylle und Ruhe der letzten Tage ist es anscheinend nun vorbei – was soll’s. Weiter geht’s nun treppabwärts auf hässlichem aber leichtem Weg nach Manarola, dem 3.Dorf.
Die Gehzeit hierher betrug ca. 45 Minuten. Auch hier gefällt es uns nicht so gut, deshalb geht’s gleich weiter auf dem sogenannten „Liebesweg“ – bei uns kamen jedoch keine Liebesgefühle dabei auf – unromantisch? nein, wir nicht, aber der Weg. Nach 15 Minuten erreichen wir Riomaggiore, das 4. Dorf. Bei Gelati sind wir einer Meinung, den Weg ab Corniglia hätten wir auslassen können – und dafür nehmen die auch noch Eintritt. Mit dem Schiff (8,--€ - leider galt unser 3-Tages-Ticket ja nicht) fahren wir um 17.30 h zurück bis Levanto und kommen dort gegen 18.45 h an. Die Fahrt war ihr Geld wert, vom Meer aus konnten wir unseren ganzen Weg zurückverfolgen. Herrlich!
Alle müde und geschafft von dem heißen Tag und den vielen Stufen freuen wir uns schon auf die schwarzen Nudeln und den Insalata mista – also im Eiltempo unter die Dusche und hinunter in unser Ristorante – 21,50 € pro Person. Wieder ein schöner Abend.
Erster Mai – Völkerwanderung von Millionen von Menschen in der Cinque Terre so wird uns verkündet. Waltraud und Walburga beschließen deshalb einen Ruhetag einzulegen. Nachdem wir unseren Espresso auf dem 3-er Balkönchen zu uns genommen haben, geht’s gegen 8.45 h wieder Richtung Bahnhof. Oh je, der Zug fährt heute erst 10.12 h, also zurück in die Stadt. Bei gutem Cappuccino und noch besserer Focaccia beginnen wir den Tag. Die Schweizerin haben wir heute links liegen lassen. Für 3,--€ mit Trinkgeld haben wir fürstlich gespeist – na es geht doch! Eigentlich wollten wir ja mit dem Zug nach Vernazza – aber leider blieb er dort nicht halten – no Problemo – fahren wir halt bis Riomaggiore und polen unsere Wanderung kurzerhand um. Wir sind doch flexibel!!!
Auf dem Liebesweg ist heute die Hölle los, tatsächlich drängeln sich tausende von Menschen da durch, was wir von der anderen Bergseite aus sehen könne.
In Riomaggiore verabschieden wir uns von Walburga und Waltraud und wünschen einen schönen Ruhetag. Silvia, Brigitte und ich machen uns auf den Weg über La Crocce nach Traffico – auch halbem Weg Änderung – wir gehen lieber nach St.Bernardino – plötzlich klingelt das Handy, sch.....Handy, wären wir da nur nicht dran gegangen. Die Ruhetag-Damen warten am Traffico auf uns! – also neue Rutenplanung bis wir uns gegen 13 Uhr herzlichst am Traffico wieder vereinen. Schade um St.Bernardino!
Da leider heute kein Bus mehr geht, wandern wir hinunter nach Biassi, einem der ältesten Dörfer Liguriens. Nachdem wir auch hier 45 Minuten in der Sonne bratend auf den Bus gewartet haben – der wahrscheinlich wegen des „Tages der Arbeit“ heute ausfällt – so erklärt man uns, laufen wir gegen 15.30 h hinunter nach La Spezia, einer großen Hafenstadt. Nach kurzer Busfahrt, Bummel über den Markt fahren wir um 17.06 h mit dem Zug zurück nach Levanto. Toller Ruhetag – wir sind ja so erholt!
Das wiederum gute Essen im La Loggia 21,50 € (Hausgäste erhalten immer 10% Rabatt) und der nächtliche Rotwein mit Schüttelbrot auf dem Balkönchen in milder Nacht tragen zu guter Stimmung bei. Bei dem Glockenschlag um 23.10h – hier gehen die Uhren halt anders als bei uns – fallen wir in unsere Betten.
Nicht ohne die Lavazzo-Maschine vorher geplagt zu haben, marschieren wir um 8.10 h los, nehmen unser Frühstück heute wieder in der Altstadt zu uns, und fahren mit dem Zug 9.15 h nach Riomaggiore – wir kennen uns ja jetzt aus – heute macht uns nur der Gleiswechsel zu schaffen, da wir die Lautsprecherdurchsage vor lauter Gequatsche nicht gehört haben.
Als keine Menschenseele mehr auf unserem Bahnsteig steht kapieren wir endlich und stürmen auf den richtigen Bahnsteig, noch geschafft – Gott sei Dank.
Um 10 Uhr geht’s in Riomaggiore los zu unserer Königstour – wieder über viele Treppen hinauf zur Wallfahrtskirche Madonna del Monte. Von hier aus herrliche Sicht über die Cinque terre. Wir genießen den letzten Wandertag bei Cappuccino für 1,50 €, strahlender Sonne und wirklich grandioser Aussicht.
Weiter durch die Weinberge den Weg Nr. 3!! nach Telegrafico – da waren wir doch schon. Die Sicht auf diesem Weg zu den Inseln von Portovenere und auf die Steilküste ist herrlich, das Wetter bestens. Von Trafico aus nehmen wir den Weg Nr. 1 nach Campiglio – sehr schöner Blick nach La Spezia und die dahinter liegenden verschneiten Berge. Herrliches Panorama – wir können uns gar nicht satt sehen. Weiter abwärts – souverän von Chr.Hennig geführt – wir haben ihm unterwegs mit der „Hoch auf dem gelben Wagen“-Melodie und eigenem Text immer wieder gedankt für die gute Führung. Wirklich Klasse!
An der Steilküste entlang haben wir immer wieder einen schönen Blick auf Portovenere. Wir genießen den letzten Blick vom Berg – allerletzte Rabbelpause – bevor uns die Wirklichkeit und der Alltag wieder einholen wird. Ein bischen Wehmut ist schon dabei, aber auch die Gewissheit, es gibt ja ein nächstes Jahr!
Nach einem Bummel durch die schönen Gassen der Altstadt von Portovenere lassen wir uns in einer Bar nieder, trinken zusammen eine Flasche Prosecco für 15,50 € und danken für die gelungene Tour, fahren mit dem Bus 17.25 h immer an der Küste entlang nach La Spezia und mit dem Zug um 18.12 h (wieder Glück, denn der hatte Verspätung) heim nach Levanto.
Auch heute genießen wir nochmals das gute Essen bei unserer Zimmervermieterin im La Loggia und die letzte Nacht in Levanto.
Heute ist unser Heimreisetag und hier enden meine Aufzeichnungen.
Nach langatmiger billigster Zugfahrt (Walburga meint, das nächste Mal nehmen wir einen schnelleren Zug, das macht sie nicht mehr mit) geht’s zurück nach Pisa. Zuhause in Hahn angekommen finden wir sofort! unseren Parkplatz – Christel wir haben dazugelernt – und Brigitte bringt uns souverän nach Obernau zurück, wo wir um 2 Uhr in der Nacht eintreffen.
Eine wirklich wieder gelungene Tour, die wir unser Leben lang nicht vergessen werden.
Auch nochmals herzlichen Dank unserem wirklich tollen Führer Christoph Hennig, der uns mit seinem Buch sicher durch Ligurien begleitet hat.
Bleibt alle gesund und munter bis wir uns am 24.4.06! an der amalfitanischen Küste „auf dem Weg der Götter „ wieder sehen.
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